Seit 1996 wird von den Lutherstädten alle zwei Jahre der Preis "Das unerschrockene Wort" verliehen. Ausgezeichnet werden Frauen und Männer, die bereit sind "für unerschrockenes Auftreten Unbill in Kauf zu nehmen" - so wie seinerzeit Martin Luther, der sich 1521 während des Reichstags zu Worms vor Kaiser Karl V für seine innere Überzeugung verantworten musste.
Der 8. Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" wurde an Dmitrij Muratow und die Redaktion der russischen Tageszeitung "Nowaja Gaseta" verliehen.
...alle Preisträger auf einen Blick
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis "Das unerschrockene Wort" wird von den 15 im "Bund der Lutherstädte" zusammengeschlossenen Städten Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz gestiftet und alle zwei Jahre vergeben. Erstmals verliehen wurde er 1996 in Worms.
Angeregt wurde diese außergewöhnliche und bedeutende Auszeichnung, als sich die Stadtoberhäupter von Lutherstädten in den alten und neuen Bundesländern anlässlich der 125. Wiederkehr der Einweihung des weltgrößten Reformationsdenkmals (in Worms) erstmals zu einem gemeinsamen Treffen "nach der Wende" in Worms einfanden.
Auf Initiative des damaligen Wormser Oberbürgermeisters Gernot Fischer wurde bei dieser Zusammenkunft beschlossen, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen und im Rahmen der weiteren Zusammenarbeit in Anlehnung an das Wirken von Luther einen Preis zu stiften.
Die Vergabekriterien für den Preis regelt ein von den Lutherstädten verabschiedetes Statut. Jede der beteiligten Lutherstädte schlägt eine dem Preis würdige Person vor. Bei der Einreichung von Vorschlägen soll dem Statut entsprechend eine breite Beteiligung seitens der Bürger der jeweiligen Lutherstädte angestrebt werden. Aus allen eingegangenen Vorschlägen wird schließlich von einer Jury der Preisträger ermittelt. Der Jury besteht aus den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der Lutherstädte sowie Vertretern des öffentlichen Lebens.
Die Jury erklärte, dass der Preis „Das unerschrockene Wort“ auch einen Beitrag zur Lutherdekade (2008-2017) leiste.