Hat Pieta Haus geschützt?

Der Eigentümer und Mitbewohner in der Villa Westendstrasse 26 (heute Donnersbergstrasse) war ein begeisterter Antiquitätensammler. So begleitete uns Hausbewohner, also auch mich, in den Jahren meiner Kindheit und bis ins Alter des Erwachsenseins u.a. ein eindrückliches Kunstwerk, eine Pieta.

 
Bild: Pieta, Mutter Gottes mit totem Christus

Michelangelos Pieta im Petersdom

Amerikaner schonen Villa

Sie stand in dem grosszügigen Treppenhaus auf einer Zwischenetage.

Täglich ging man daran vorbei, ohne dieses religiöse Kunstwerk richtig wertzuschätzen.
Eines Tages hiess es aber, davon Abschied zu nehmen, da Pfarrer Weil von der Kirche Maria Himmelskron diese Pieta für „seine Kirche” käuflich erworben hatte.

Immer wieder hatten wir uns gefragt, warum nach dem Krieg das Haus Nr. 26 die einzige Villa in unserer Strasse war, welche nicht von den Offizieren der amerikanischen Besatzung für deren Unterkunft beschlagnahmt wurde. War es vielleicht diese Pieta gewesen, welche eine Schutzfunktion ausgeübt hatte?

Ein Beitrag von Elke Schilling, Schweiz


Sie kennen auch eine Wormser Anekdote?

Dann schreiben Sie uns: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Stichwort "Wussten Sie´s ?"an info@worms.de (Internetredaktion Stadtverwaltung Worms).


zum Seitenanfang