Lernen Sie Worms kennen oder prüfen Sie Ihr Wissen: Wir haben für Sie kleine interessante Anekdoten und Wissenswertes rund um die Nibelungenstadt gesammelt.
Lesen Sie auch Teil 1 unserer Anekdoten!
Was haben der Weinhändler Peter Joseph Valckenberg, der "Revoluzzer" Ferdinand Eberstadt, der Rechtsgelehrte Wilhelm Küchler und der Indistruelle Ludwig von Heyl zu Herrnsheim mit dem ersten jüdischen Bürgermeister Deutschlands gemein? Sie alle lenkten als Stadtoberhaupt die Wormser Geschicke.

Im Wormser Stadteil Pfeddersheim liegt die älteste, noch bewirtschaftete Riesling-Lage, der Pfeddersheimer St. Georgenberg (Altlage Fohndel). Die Originalurkunde, die "Pfeddersheimer Rieslingurkunde", von 1511 beschreibt den Weinberg dort so genau, dass man diese Stelle auch nach über 20 Rebgenerationen noch auffinden kann.

Mit sichtlichem Stolz trägt der Oberbürgermeister der Stadt Worms zu besonderen Anlässen eine prächtig gestaltete Amtskette. Aber was bedeuten die 22 Emblemplatten und der, von einer Mauer mit Türmen und zwei Drachen gehaltener, großen Anhänger mit Stadtwappen?
Wussten Sie, dass es in Worms einen ganz besonderen Baustil zu entdecken gibt? Den Wormser "Nibelungenstil", eine Vermischung von Neuromanik und Darmstädter Jugendstil. "Erfunden" hat ihn der, das Wormser Stadtbild prägende, ehemalige Stadtbaumeister Karl Hofmann (1856 – 1933).

Nein, in Worms brennen zur Weihnachtszeit tausende von Lichtern alleine im öffentlichen Straßenschmuck um die Erwartungszeit, den Advent, zu feiern.
Wussten Sie, dass sich früher einmal, von 1860 bis 1892, am heutigen Weckerlingplatz die Brauerei Conrad Lott befand? Lotts jüngster Sohn gründete das noch heute in der Hafergasse ansässige Café Lott.
Wussten Sie, dass der berüchtigte Räuber Johannes Bückler (1779-1803), auch bekannt als "Schinderhannes" oder "Robin Hood des Hunsrücks", nördlich von Worms bei Hamm mehrmals den Rhein überquert hat?
Sie kennen die Wormser Hungersteine nicht? Oder doch? Sie liegen im Rhein bei Worms-Rheindürkheim im tiefen Wasser verborgen und kommen nur bei sehr niedrigem Pegelstand zum Vorschein. Die Inschrift "Hungerjahr 1947" verlieh den Steinen ihren Namen. Sie erinnert an ein Ereignis, das sich tief in die Erinnerung der damals lebenden Menschen eingrub.
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Wussten Sie 's, dass der erste Gouverneur und Namensgeber von Pennsylvanien (USA) William Penn jun. war, der auch die Hauptstadt Philadelphia gründete? Sein Sekretär war der Ibersheimer Johann Georg Bachmann.

Diese Menschen versuchten sich nach dem Angriff vom 18. März 1945, genau einen Tag nach meinem 5. Geburtstag, sich durch die brennenden Strassen der Innenstadt durchzukämpfen, um in einem der umliegenden Dörfer Unterschlupf zu finden.

Man hörte keine Sirenen mehr, wurde nicht mehr mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und rannte dann, einfach schnell etwas übergezogen, an Mutters Hand mit den anderen Nachbarn zum nahegelegenen Luftschutzbunker.

Mein Elternhaus und Zuhause war die Friedrich-Ebert-Straße in unmittelbarer Nähe der Brunhildenbrücke. Zu Anfang des Krieges war ich noch in Worms bei meiner Mutter. Später aber immer häufiger in Alzey bei meinen Großeltern, die dort einen großen Bauernhof bewirtschafteten. Immer öfter wurde der Zug beschossen und wir mussten dann ab Monsheim bis Alzey zu Fuß gehen.

Das Leben musste nach dem Krieg weitergehen.
Abgesehen von den vielen menschlichen Tragödien, den Verlusten an Menschenleben, stand das grosse WIE für „wie sollen wir eigentlich weiterleben“?

Sofort nach dem Einzug der Siegermächte, anfangs waren es die Amerikaner, mussten für die Unterkunft der Offiziere sämtliche Häuser/Villen in der Westendstrasse, oberhalb des Parks, bis auf Haus Nr. 26 verlassen werden. Da die Stadt völlig zerstört war und es keine Alternativen gab, musste unverzüglich ein Dach über dem Kopf geschaffen werden.

Der Eigentümer und Mitbewohner in der Villa Westendstrasse 26 (heute Donnersbergstrasse) war ein begeisterter Antiquitätensammler. So begleitete uns Hausbewohner, also auch mich, in den Jahren meiner Kindheit und bis ins Alter des Erwachsenseins u.a. ein eindrückliches Kunstwerk, eine Pieta.

Den "Lumpen-Seppel" durfte man einst wahrlich zu den Wormser Originalen dazuzählen.
Er war ein kleiner, hagerer Mann mit eingefallenen Wangen und einem alten, zerdrückten Schlapphut, der wohl auch schon bessere Zeiten erlebt hatte. In seiner Aufmachung war sein Alter nur schwer einzuschätzen.
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