Café im Süden

350 Menschen aus über 15 Nationen Projektumsetzung bieten die Basis für echtes interkulturelles Lernen und Leben.

 
Bild: Die Bewohner nahmen die vom Mikroprojekt “Café im Süden” organisierten Veranstaltungen sehr positiv auf.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Mikroprojektes “Café im Süden”
organisierten die Feierlichkeiten
zum Zuckerfest.

Projektidee

Das „Cafè im Süden - Treffpunkt zum Lernen und Austauschen" war darauf ausgerichtet, den Bewohnern die Möglichkeit zum regelmäßigem Treffen und zum Austausch im Stadtteil zu bieten, mit dem Ziel der Verbesserung der Kommunikation untereinander, dem interkulturellen Lernen sowie der Förderung von Toleranz durch Abbau von Vorurteilen. Darüber hinaus  vermittelte es Lerninhalte zur Unterstützung der beruflichen und persönlichen Integration.
Die Bewohner legten thematische Schwerpunkte fest, die dann im Rahmen einer Veranstaltung im „Café im Süden“ umgesetzt wurden. Bei der Vorbereitung wurden die Teilnehmer intensiv betreut und erweiterten hierdurch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Insbesondere eine strukturierte Planung, das Erstellen von Einladungen und Pressetexten sowie die anschließende Dokumentation wurden vermittelt.
Die Teilnehmer wurden dahingehend gefördert, dass sie Aufgaben und Funktionen selbstständig übernahmen und somit das “Café im Süden“ nach Ende der Projektphase in Eigenregie weiterführen konnten.

Bild: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mikroprojektes “Café im Süden” organisierten die Feierlichkeiten zum Zuckerfest.

Die Bewohner nahmen die vom Mikroprojekt “Café im Süden”
organisierten Veranstaltungen sehr positiv auf.

Projektumsetzung

Am 01. Oktober 2007 “eröffnete“ das “Café im Süden“. In den Räumen des Stadtteilbüros  fanden insgesamt neun Treffen und vier thematische Veranstaltungen in gemütlicher “Kaffeehausatmosphäre“ statt.
Beim ersten Treffen äußerten die Bewohner den  Wunsch, das muslimische Zuckerfest im Rahmen des Projektes zu planen und zu veranstalten. In zwei Vorbereitungstreffen wurden Einladungen erstellt, das Programm besprochen und Aufgaben verteilt. Da es sich um ein moslemisches Fest am Ende des Fastenmonats handelt, waren an der Vorbereitung und an der Durchführung mehr als 20 muslimische Bewohner beteiligt. Zum Zuckerfest am 24. Oktober 2007 kamen über 50 Bewohner und erfreuten sich an den Erläuterungen über die Hintergründe des Fastenmonats ebenso wie an den Vorführungen der Kinder sowie anschließend am reichhaltigen Büffet.
Um insbesondere den neu hinzugezogenen Bewohnern die Veränderungen in der Boostraße aufzuzeigen, wurde die nächste Veranstaltung unter dem Thema “Boosstraße  früher und heute” geplant. Das Vorbereitungsteam besuchte im Vorfeld das Stadtarchiv in Worms und erfuhr hier interessante Einzelheiten über den Stadtteil. Zur Veranstaltung selbst kamen über 20 Bewohner.
Die dritte Veranstaltung fand zum Thema “Leben in der Boosstraße“ statt. Sehr schnell zeigte sich, dass  die Vorbereitungstreffen sehr hohen Zuspruch hatten und gerne als Treffpunkt zum Austausch genutzt wurden. So nahmen daran im Schnitt 15 Bewohner teil. Neben der Vorbereitung der nächsten Veranstaltung stand hierbei das gegenseitige Austauschen und Kennenlernen im Vordergrund. Um dies stärker zu fördern wurde bereits während der Projektphase die Anzahl der Treffen erhöht und auf Wunsch der Teilnehmer auf Sonntagnachmittag gelegt.
Die Planungstreffen zur Abschlussveranstaltung am 20. Juni 2008 wurden dazu genutzt, das Café weiter zu verstetigen. Engagierte Bewohner werden nun das Angebot weiterhin einmal im Monat zum Treffpunkt aller Bewohner anbieten.  Dazu können die Räumlichkeiten des Stadtteilbüros genutzt werden.
Das “Café im Süden“ als Treffpunkt zum Lernen und Austauschen fand von Beginn an einen guten Zuspruch von Seiten der Bewohner. Insbesondere der informelle Rahmen bot Möglichkeiten zum Plaudern und zum gegenseitigen Austausch. Dies zeigte sich insbesondere dadurch, dass die Treffen, die ursprünglich nur zur Vorbereitung der Veranstaltungen gedacht waren, auch sehr rege als informeller Treffpunkt genutzt wurden. Da sich eine Vermischung der unterschiedlichen Kulturen nur allmählich  vollzieht, ist es um so wichtiger, dass auch nach Beendigung des LOS-Projektes weiterhin das “Café im Süden“ als Plattform zum Kennenlernen und Austauschen angeboten und genutzt wird.
Die Einbindung in das Netzwerk der anderen LOS-Projekte gewährleistete ein gegenseitiges voneinander Lernen auch von Seiten der Projektleiter. Die Betreuung durch den Quartiermanager des Stadtteilbüros ermöglichte einen schnellen Projekteinstieg durch Nutzung der bestehenden Strukturen und Kontakte.   

Zielgruppe

Das Mikroprojekt “Café im Süden” stand allen  Bewohnern des Stadtteils offen, die Interesse am gegenseitigen Kennenlernen und an interkulturellem Austausch hatten.
 

Veranstaltungsform

Die Planungstreffen fanden im Stadtteilbüro Wormser Süden, dessen Räumlichkeiten ebenso zur Durchführung der einzelnen Veranstaltungen zur Verfügung standen. Zudem wurden  Zusammenkünfte bei den Projektteilnehmern organisiert.

Bild: Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung im Mikroprojekt

Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung im Mikroprojekt

Projektträger

KLEE - kreatives Lernen, Entdecken und Erleben
Herrnsheimer Hauptstr. 54b
67550 Worms
Telefon (0 62 41) 9 50 11 4
Email Klee-erlebnis@online.de

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