Medienwerkstatt UrbanNet:Worms

In unserer von Medien geprägten Gesellschaft ist es wichtig die Funktionsweise der Vierten Gewalt ausreichend zu verstehen. Die Medienwerkstatt UrbanNet:Worms setzte praktische Erfahrungen um, um Jugendliche zu mündigen Heranwachsenden zu machen. Im Vordergrund stand dabei das Medium Videofilm. In Workshops und Schulungsnachmittagen wurde vormotivierten Jugendlichen die Chance gegeben, mit semiprofessionellem Equipment eigene Filme und Dokumentationen zu erstellen.

 
Bild: Das UrbanNet Team bei der Arbeit

Das UrbanNet Team bei der Arbeit

Projektidee

In allen Bereichen, von der Idee über die Filmarbeit bis hin zum digitalen Schnitt wurden die Jugendlichen einbezogen. Ganz nebenbei bekamen sie so mit, welche Tricks und Kniffe professionelle Mediendienmacher anwenden, um Medienwirkung zu erzielen. Neben der Arbeit mit Jugendlichen wurden Multiplikatoren geschult, die mit den Jugendlichen vor Ort gemeinsam Videoarbeit durchführen konnten.
Gleichzeitig wurde so sichergestellt, dass über das LOS-Projekt angeschafftes Equipment angemessen genutzt wurde, z. B. zur Dokumentation und Darstellung des Stadtteilgeschehens, Videokurzfilme zu bestimmten Themen oder für eigene Interessen im schulischen und privaten Bereich.
Ein weiterer Schwerpunkt des LOS Projekts UrbanNet:Worms lag in der Dokumentation des Stadtteilgeschehens und des Wirkens der verschiedenen LOS Gruppen im Förderzeitraum. Hier entstanden bereits einige Kurzfilme, welche eindrucksvoll die vielfältigen Aktivitäten im Wormser Süden und der Boosstraße zeigen.

Bild: Teilnehmer erlernen die Kameraführung

Teilnehmer erlernen die Kameraführung

Projektumsetzung

Eine Exkursion zum Offenen Kanal Worms und ein Live-Interview der Gruppe haben den Jugendlichen einen Einblick in die Medienarbeit vor Ort vermittelt. So wurden auch mögliche Berufsbilder kennen gelernt bzw. die Jugendlichen zu einem Praktikum in diesem Bereich ermutigt. Mit dem Projekt erhielten die Teilnehmer ein Zertifikat, in dem erworbene technische bzw. inhaltliche Kompetenzen bei der Herstellung von Medienprodukten erwähnt wurden. Unter anderem sind dies Know-how im Umgang mit der Kamera, Verwendung eines Schnittprogramms am PC, Ton- und Lichtführung, und journalistisches Arbeiten in Vorbereitung und Aufbereitung der Inhalte. Konkret haben die Jugendlichen einen Film über die Spiel- und Lernstube erstellt, der vor einem größeren Publikum gezeigt wurde. Der mehrtägige Ferienworkshop an Ostern und weitere am Block stattfindende Nachmittagsworkshops waren dem begrenzten Zeitbudget der Jugendlichen angepasst. Die Jugendlichen haben durch die Videoarbeit erfahren, dass einerseits viel Zeit und Geduld hinter einem audiovisuellen Beitrag stehen, andererseits aber mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzeugt werden kann. Das Medium Film übte zwar selbst einen großen Reiz auf die Jugendlichen aus, Durchhaltevermögen bei den einzelnen Bearbeitungsschritten wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aber auch abverlangt. Durch den Zugang zur Praxis konnten direkt, wenn es angemessen war, medienkritische Erkenntnisse gesammelt werden, wie z. B. die Wirkung einer Darstellung von unten oder oben, Teilausschnitte zu zeigen oder eine bestimmte Anordnung von Szenen, die beim Zuschauer eine bestimmte Meinung herausfordern.

Zielgruppe

Teilnehmen konnten alle interessierten  Bewohnerinnen und Bewohner  des Stadtteils ab 14 Jahren.

Veranstaltungsform

Die einzelnen Veranstaltungen fanden projektbezogen in Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt.

Bild: Logo des Caritasverbandes Worms

Projektträger

Caritasverband Worms e.V.
Am Bergkloster 2
67547 Worms
Telefon (0 62 41) 2 68 1 - 22
Internet www.caritas-worms.de

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