WORK - berufliche Integration im Wormser Süden

Nachdem das Projekt Beschäftigungsförderung seit Januar 2007 auf große Resonanz aus den Reihen der Bewohner/-innen gestoßen war, sollten die Erkenntnisse für das Folgeangebot “WORK - berufliche Integration im Wormser Süden” genutzt und erhobene Bedarfe mit einer neuen Zielsetzung abgedeckt werden.
 
BIld: Eine Frau sucht nach Stellenangeboten in der Tageszeitung

Hilfe bei der Stellensuche im Internet und in Printmedien

Projektidee

Wie sich im Verlauf der vergangenen Förderperiode gezeigt hatte, fehlte im Wormser Süden ein adäquates Beratungsangebot für Jugendliche ab 14 Jahren, die an der Schwelle zum Erwerbsleben stehen. Deren Einstieg in Ausbildung und Beruf von Beginn an umfassend zu unterstützen und zu begleiten war daher ein zentraler Auftrag des Projektes. Die strukturierte Vorgehensweise sollte dabei Angebote zur Entdeckung individueller Interessen und Fähigkeiten sowie die Suche nach Informationen zu passenden Berufsfeldern umfassen. Daran sollte sich die gezielte Suche nach verfügbaren Praktikums- und Ausbildungsplätzen anschließen, wobei die Teilnehmer/-innen zur eigenständigen Nutzung von Stellenbörsen im Internet und in Printmedien motiviert und angeleitet werden sollten. Die persönliche Kontaktaufnahme zu den künftigen Arbeitgebern konnte auf Wunsch initiiert und begleitet werden. Die Förderung des kreativen Prozesses bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen sowie die Vermittlung essentieller Konventionen im Aufbau und Inhalt einer Bewerbungsmappe sollten dazu befähigen, individuelle Dokumente anzufertigen, die sich innovativ von denen der Mitbewerber abheben. Zusätzlich war das Training von Gesprächsführungskompetenzen im Rahmen von Rollenspielen möglich, um die gegenüber Vorstellungsgesprächen bestehende Hemmschwelle zu reduzieren. Die mittlerweile von vielen Ausbildungsstellen eingesetzten Einstellungstests konnten innerhalb der Beratung zusätzlich eingeübt werden. Neben diesem Fokus auf gezielte Hilfen für Jugendliche und junge Erwachsene war die Verstetigung der seit Januar 2007 begonnenen Arbeit mit von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern der zweite wichtige Hauptaugenmerk des Projektes. Das regelmäßige Beratungsangebot hatte sich im Wormser Süden als vertraute Institution etabliert, wodurch die Zielgruppe nun besser erreicht werden konnte. Hierbei sollten neue Akzente gesetzt werden, etwa durch die Abstimmung des Integrationsprozesses mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsagentur und dem Jobcenter für Arbeitsmarktintegration. Ferner hatte sich das Projekt die Kontaktaufnahme mit Betrieben im näheren Umfeld zum Ziel gesetzt. Hierdurch sollten die Anforderungen der Arbeitgeber ermittelt und mit den innerhalb der Beratung erkannten Ressourcen der Projektteilnehmer/-innen verglichen werden, um diese direkt in adäquate Stellenangebote vermitteln zu können.

Bild: Eine Frau sieht sich ihre Bewerbungsmappe an

Förderung des kreativen Prozesses bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen

Projektumsetzung


Im gegenwärtigen Förderabschnitt war eine weitere Zunahme des Interesses der Bewohner an Unterstützung rund um das Thema Arbeit festzustellen. Das offene Beratungsangebot wurde von insgesamt 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt. Häufig musste das zur Verfügung stehende Zeitfenster ausgeweitet werden, um allen Anliegen gerecht zu werden. Ergänzende Individualtermine wurden gerne in Anspruch genommen. Zusätzlich fanden telefonische Beratungen sowie Kontaktaufnahmen per Email statt. Die fokussierte Zielgruppe jugendlicher Teilnehmer/-innen konnte vor allem durch Kooperation mit der Spiel- und Lernstube im Wormser Süden erreicht werden. In Einzel- und Kleingruppenarbeit entstanden Bewerbungsunterlagen. Vor allem die Gruppenarbeit ermöglichte den Austausch über bereits im Rahmen von Schulpraktika gemachte Erfahrungen bei verschiedenen Wormser Betrieben. Die durchgeführte Berufsberatung führte in einigen Fällen auch zur Entscheidung für den Besuch weiterführender Schulen zwecks Erwerb oder Verbesserung der Zugangsvoraussetzungen zur gewünschten Profession. Häufig stand auch die Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Bereich der Neuen Medien im Mittelpunkt des Angebotes: zentrale Rollen spielten dabei der Umgang mit Onlinebewerbungsverfahren sowie die Nutzung von Stellenbörsen im Internet.  Hierdurch konnte für das Ausbildungsjahr 2008 insgesamt drei Jugendlichen der Zugang zu weiterführenden Einstellungstests und Vorstellungsgesprächen ermöglicht werden.
Für die Zielgruppe der (langzeit-) arbeitslosen Erwachsenen im Fördergebiet konnte das Hilfeverfahren durch direkte Kontaktaufnahme mit der zuständigen Arbeitsverwaltung optimiert werden. Fragen zu Vermittlungs- und Leistungsangelegenheiten wurden auf Wunsch des Klienten direkt mit den zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern geklärt und das Eingliederungsverfahren durch zielgerichtete Vermittlungsmaßnahmen wie Bewerbertraining oder Herstellung von Kontakten zu Arbeitgebern ergänzt. Zudem fanden Beratungen hinsichtlich der beruflichen Rehabilitation sowie der Möglichkeiten und Anforderungen für Existenzgründer statt. Mit ingesamt vier Wormser Betrieben und einem ortsansässigen Personaldienstleister konnte direkter Kontakt hergestellt werden. Dieser führte für drei Teilnehmerinnen des Mikroprojektes “STEPS in Job” zur Vermittlung von Praktikumsstellen. Zusätzlich wurde die bereits in der letzten Förderperiode in Kooperation mit der Agentur für Arbeit  Worms installierte Stellwand regelmäßig gepflegt. Vor allem deren aktuelle Minijobangebote wurden von Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern in das Berufsleben genutzt und bildeten oftmals die Grundlage für weiterführende Beratungen während der Sprechzeiten. Um die durch die Erstellung von Bewerbungsunterlagen entstehende finanzielle Belastung möglichst gering zu halten, konnten die Teilnehmer/-innen des Mikroprojektes auf die Möglichkeit zur computergestützten Erfassung von Nachweisen wie Zertifikaten und Zeugnissen sowie Bewerbungsfotos zurückgreifen. Dadurch konnte im Rahmen der Beratung ohne weitere Mehrkosten eine vollständige Mappe erstellt und vervielfältigt werden. Arbeitsaufträge, die durch die Teilnehmer/-innen eigenständig zu erledigen waren, wie etwa die Anfertigung erster Entwürfe für ein Anschreiben oder die Sammlung von Daten für den Lebenslauf rundeten das Projektangebot ab. Dabei zeigten die Teilnehmer/-innen überwiegend eine hohe Motivation, selbstständig am Hilfeprozess zu partizipieren und damit den Projektgedanken zu verstetigen.

Zielgruppe

Das Mikroprojekt stand allen Interessenten aus dem Fördergebiet mit Fragen zur beruflichen Perspektive zur Verfügung. Schwerpunktmäßig wurden Jugendliche sowie langzeitarbeitslose Bewohner/-innen unterstützt.

Veranstaltungsform

Das Beratungsangebot fand jeweils zweistündig montagsnachmittags und donnerstagsvormittags im Stadtteilbüro Wormser Süden statt. Zusätzlich konnten Individualtermine sowie Beratung per Telefon und Email in Anspruch genommen werden.


Bild: Logo von Thomas M. Thoß, Freier Sozialdienstleister und IT-Berater

Projektträger

Thomas M. Thoß
Freier Sozialdienstleister und IT-Berater
Römerstr. 113b
68623 Lampertheim
Telefon     0 62 06 / 15 67 04
Email info@thomas-thoss.de
Internet www.thomas-thoss.de

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