"Gas- und Dampfkraftwerk an der B9"

Zum Thema "Gas- und Dampfkraftwerk an der B9" fand am Montag, 02. Juni 2008 in der Grundschule in Worms-Rheindürkheim eine Einwohnerversammlung statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen waren. Sehen Sie hier Fakten, Animationen und live Video-Mitschnitte der Einwohnerversammlung sowie weitere Infos zum Thema:

 

neuer Standortvorschlag von Oberbürgermeister Kissel

In der Standortdiskussion um ein mögliches Gas- und Dampfkraftwerk im Wormser Norden könnten neue Signale aus dem Rathaus für Entspannung sorgen: Oberbürgermeister Michael Kissel hält ein Gelände westlich der Kläranlage für „potenziell geeignet“.

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Bild: Wormser Delegation in Kölner Gas- und Dampfkraftwerk

Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung sowie interessierte Bürger besichtigen ein baugleiches Kraftwerk bei Köln

Bild: Wormser Delegation besichtigt Kölner Gas- und Dampfkraftwerk

Rundgang

Gas- und Dampfkraftwerk bei Köln besichtigt

Ende Juni 2008 besuchten Mitglieder des Stadtrates, interessierte Bürger und Vertreter der Verwaltung ein Gas- und Dampfkraftwerk bei Köln, um sich einen Einblick in die Kraftwertstechnik und einen Überblick über die baulichen Dimensionen zu verschaffen.

Steigende Strompreise belasten die Menschen mehr und mehr, deshalb sei es auch wichtig, den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu fördern, so Oberbürgermeister Kissel. Auch der Ausstieg aus der Atomkraft bedingt, dass neue Formen der Energieerzeugung benötigt werden. Regenerative Energien reichen heute noch nicht aus, um den Strombedarf zu decken.

Für die Errichtung eines Gas- und Dampfkraftwerkes an der B9 nördlich der Kläranlage bzw. am Autobahnzubringer im Wormser Norden gibt es derzeit drei ernsthafte Interessenten. Das Kraftwerk soll über eine Kraft-Wärmekopplung verfügen und aus zwei parallel laufenden Blöcken zweimal 400 Megawatt Strom produzieren. Bei einem Wirkungsgrad von bis zu 58 % ist es derzeit mit die effektivste Art, Strom zu erzeugen - noch vor Kohlekraftwerken.

Entstehende Prozesswärme kann an umliegende Unternehmen abgegeben werden. Diese können dann auf die eigene Produktion verzichten, was insgesamt zur Verringerung von Emissionen und zur Effizienzsteigerung des Kraftwerks beitragen kann.

Weder in der Verwaltung noch im Stadtrat ist bislang dazu eine Entscheidung getroffen worden. Vor der Behandlung in den Ausschüssen und im Stadtrat informierte OB Michael Kissel zunächst die Bürgerschaft im Rahmen einer Einwohnerversammlung in Rheindürkheim. Um sich im Vorfeld kommender Beratungen von den Dimensionen und der Funktionsweise eines solchen Gas- und Dampfkraftwerkes ein reales Bild machen zu können, besichtigten am gestrigen Montag Mitglieder des Stadtrates, interessierte Wormser Bürger und Vertreter der Verwaltung das im Betrieb befindliche Gas- und Dampfkraftwerk des Unternehmens Statkraft in Knapsack bei Köln. Bei der Führung über das Gelände hatten die Besucher aus Worms eingehend Gelegenheit, sich über die Kraftwerkstechnik zu informieren und sich einen optischen Eindruck von den baulichen Dimensionen zu verschaffen.

Das Kraftwerk wurde im Oktober 2007 in Betrieb genommen und stimmt in etwa mit den in Worms geplanten Dimensionen, der Energieleistung und den Investitionskosten überein. Die bebaute Fläche beträgt 7 Hektar und auch die Nähe zu Wohnbebauungen ist vergleichbar. Also bestens geeignet für einen Vergleich zu den Plänen in Worms.

Die Laufzeit des Kraftwerkes beträgt mindestens 20 Jahre, die Ausfallzeit wird mit nur einer Woche pro Jahr angegeben. Die Technik entspreche modernsten Sicherheitsstandards. Die Abgasüberwachung wie auch die Immissionen unterlägen einer ständigen behördlichen Kontrolle, informierte Werkleiter Dr. Gundolf Dani die Besucher aus der Nibelungenstadt.

Statkraft gehört zu einem norwegischen Konzern, der hauptsächlich in skandinavischen Ländern Wasser- und Wind-Kraftwerke baut und betreibt und sich seit einigen Jahren auch auf Gas- und Dampfkraftwerke spezialisiert hat. „Das Unternehmen zählt nicht zu den Interessenten am Standort Worms“, so der Hinweis von Pressesprecher Hans H. Brecht.

"Die Stadt Worms ist nach wie vor nicht uninteressiert an einem solchen Gas- und Dampfkraftwerk", so OB Michael Kissel. Zum einen sei klar, dass bei einem Ausstieg aus der Atomkraft neue Großkraftwerke schlicht notwendig seien, um die Versorgung mit Strom zu sichern. Neben der Stromversorgung würden 600 bis 800 Millionen Euro in das Projekt investiert, etwa 20 Prozent davon könnten der regionalen Wirtschaft zugute kommen. Damit verbunden seien auch 30 bis 50 hoch qualifizierte Arbeitsplätze.


Bild: Animation eines Gas- und Dampfkraftwerkes

Animation eines möglichen Gas- und Dampfkraftwerkes

Bild: die Kläranlage im Stadtplan (copyright: Stadt Worms)

Zwischen Worms und dem Stadtteil Rheindürkheim, im Norden der Stadt, liegt an der B9 die Kläranlage. Etwas oberhalb geht es zum Autobahnzubringer (L 425)

Bild: Oberbürgermeister Kissel in der Einwohnerversammlung zum Gas- und Dampfkraftwerk

Oberbürgermeister Kissel in der Einwohner- versammlung zum Gas- und Dampfkraftwerk

Einwohnerversammlung am 2. Juni 2008

Oberbürgermeister Michael Kissel lud gemäß § 16 der Gemeindeordnung von Rheinland-Pfalz (GemO) die Einwohner der Stadt Worms zu einer Einwohnerversammlung ein am Dienstag, 2. Juni 2008 um 19.00 Uhr in der Grundschule in 67550 Worms-Rheindürkheim.

Auf der Tagesordnung stand die Information der Einwohner der Stadt Worms über das Interesse verschiedener Unternehmen, an der B9 nördlich der Kläranlage bzw. am Autobahnzubringer im Wormser Norden ein Gas- und Dampfkraftwerk zu errichten. Das Kraftwerk soll nach den Plänen der Interessenten aus zwei parallel laufenden 400 Megawatt-Blöcken Strom produzieren.

Weder in der Verwaltung noch im Stadtrat ist bislang dazu eine Entscheidung getroffen. Noch vor der Behandlung in den Ausschüssen und im Stadtrat will Oberbürgermeister Kissel zunächst die Bürgerschaft informieren und in die Diskussion einbeziehen. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Adolf Kessel (Worms-Rheindürkheim) und Fachleuten der Verwaltung hat Oberbürgermeister Kissel in dieser Einwohnerversammlung die bislang bekannten Informationen vorgestellt.

Weil davon auszugehen ist, dass vorrangig die Belange des Stadtteiles Rheindürkheim berührt sind, fand dort die Versammlung statt.

Steigende Strompreise belasten die Menschen mehr und mehr, deshalb sei es auch wichtig, den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu fördern, so Oberbürgermeister Kissel. Auch der Ausstieg aus der Atomkraft bedingt, dass neue Formen der Energierzeugung benötigt werden. Regenerative Energien reichen heute noch nicht aus, um den Strombedarf zu decken.

Für die Errichtung eines Gas- und Dampfkraftwerkes am Standort in Worms gibt es derzeit 3 ernsthafte Interessenten und eine Option. Aus wettberwerbsrechtlichen Gründen können die Interessenten nicht genannt werden.

Das Kraftwerk soll über eine Kraft-Wärmekopllung verfügen und hat einen Wirkungsgrad von bis zu 58%, was derzeit mit die effektivste Art ist, Strom zu erzeugen, noch vor Kohlekraftwerken.

Entstehende Prozeßwärme kann an umliegende Unternehmen abgegeben werden. Diese können dann auf die eigene Produktion verzichten, was insgesamt zur Verringerung von Emissionen beitragen kann.

Folgende Standortbedingungen müssen erfüllt sein:

1. eine Gaspipeline

2. vorhandene Starkstromleitungen

3. Wasser

4. ausreichend Fläche
 

Symbol: Videoclip Videoclip: Oberbürgermeister Kissel erklärt die Rahmenbedingungen (wmv 16 MB)

Animation zum Gas- und Dampfkraftwerk, Informationen zum Standort, Bilder, Fakten, Zahlen (PDF, 4 MB)


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