Neuer Name für das KuTaz (26.11.2009)

Das derzeit noch im Bau befindliche Kultur- und Tagungszentrum, kurz KuTaz, soll in Zukunft "Das Wormser" heißen, teilt der künftige Betreiber, die Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG) mit. Das Vermarktungs-Konzept wurde gestern (25.11.) dem Stadtrat in seiner Sitzung vorgestellt. Unter der neuen Dachmarke soll etwa für Angebote des Theaters, LincolnTheaters und Tagungszentrums geworben werden.

 

Neue Dachmarke für Kultur- und Tagungszentrum

Ein souveräner Marktauftritt beginnt mit einem souveränen Namen. Ganz besonders, wenn es sich bei dem zu bewerbenden Gebäude nicht um irgendein Haus, sondern um DAS Haus handelt, in dem die großen Ereignisse der Stadt stattfinden, wo sich die Bürgerinnen und Bürger zu Hause fühlen und wo sie auch zu Hause sind. DER Wormser, DIE Wormserin, also alle Wormser gehen in DAS WORMSER.

„Das Wormser” - So lautet die neue Dachmarke des Kultur- und Tagungszentrums. Entwickelt hat sie die Netzwerkagentur G710/VerbAgentur mit Zustimmung des Gesellschafterausschusses der Kultur und Veranstaltungs GmbH (KVG). Am 25. November 2009 wurde das Konzept nun dem Stadtrat in dessen Sitzung vorgestellt. Dieser stimmte zu, dass für die Vermarktung des Kultur- und Tagungszentrums die Wort- und Bildmarke „Das Wormser“ genutzt wird.

Als zukünftiger Betreiber des Hauses bereitet die KVG Worms zurzeit intensiv den Betrieb sowie die dafür nötige Vermarktung der verschiedenen Sparten wie Theater und Tagung vor. Dazu gehört auch die Entwicklung eines einheitlichen Erscheinungsbildes. Mit Hilfe eines solchen sollen Anzeigen, Flyer, Broschüren und andere Kommunikationsmittel zwar jeweils das Produkt individuell bewerben, aber trotzdem noch direkt dem gemeinsamen Absender zugeordnet werden können.

Und so wird in Zukunft „Das Wormser“ über Plakaten, Flyern und Anzeigen leuchten. Grafisch wird der Schriftzug durch ein einfaches „W“ als Bildmarke ergänzt. Je nachdem, ob es inhaltlich um den gesamten Gebäudekomplex, die Theatersparte oder den Tagungsbereich geht, verändert das Logo seine Farbe.

„Das Wormser”

Sascha Kaiser, kaufmännischer Geschäftsführer der KVG, erläutert die Entscheidung für die einfache, aber auch raffinierte Lösung: „Aus rein formalen Gesichtspunkten erfüllt die Wortmarke alle Kriterien eines guten Namens: Er ist leicht zu merken, auszusprechen und zeitlos. Des Weiteren ist er einzigartig und mit der unverwechselbaren gesamtstädtischen Dachmarke – nämlich der Herkunft – des Kultur- und Tagungszentrums verknüpft. Es gibt nichts zu deuten, falsch zu verstehen oder falsch zu verknüpfen: „Das Wormser“ hält was es verspricht – es steht für den Ort, aber auch die Art und Weise, wo und wie in Worms Theater, Kultur, aber auch Tagungen und Firmenveranstaltungen stattfinden.“

„Das Wormser“ ist somit der emotionale Ankerpunkt der Kommunikation und knüpft damit an die Imagekampagnen des Stadtmarketings, der Stadtverwaltung oder der Tourist Information an. Das war für Kulturkoordinator Volker Gallé das überzeugende Argument: „So werden Synergien optimal genutzt und die Marke „Worms“ weiter gestärkt.“

Unvollständig ist „Das Wormser“ nur auf den ersten Blick, tritt es doch in der Kommunikation überwiegend mit einer der Bereichsmarken „(Das Wormser) Tagungszentrum“, „(Das Wormser) Theater“ oder „(Das Wormser) LincolnTheater“ etc. auf. Lediglich in bestimmten Imagekampagnen wird selbstbewusst „Das Wormser“ als Marke alleine stehen und dadurch Aufmerksamkeit erregen, dass es quasi die Frage nach der dazugehörigen Bereichsmarke von Haus aus nach sich zieht.

Als so genannte Dachmarke fungiert „Das Wormser“ als Klammer, die die verschiedenen zukünftigen Angebote des Hauses vereint: Kultur und Theater, Tagung, aber auch Firmenfeiern und Vereinsjubiläen – in „der guten Stube“ der Wormser ist für alles Platz. Die Identifikation der Bevölkerung mit dem Haus soll durch den Namen erleichtert werden.

„Der Name ist jung und innovativ ohne zu modern oder zu modisch zu sein“, ist Oberbürgermeister Michael Kissel überzeugt, obwohl die auch kontroverse Diskussion in den Gremien gezeigt habe, dass man sich erst intensiv mit der Philosophie der Namensgebung befassen müsse, um sich für den Vorschlag der Agentur begeistern zu können. Sowohl der junge Konzertbesucher als auch die ältere Theaterabonnentin könne sich mit diesem Namen identifizieren. Und trotzdem sei das mit dem Namen verknüpfte, eindeutige Bekenntnis zur Stadt und der regionalen Verwurzelung des zukünftigen Angebots auch für Außenstehende interessant. „Denn außerhalb von Worms steht die Dachmarke für den Mehrwert, den ein Theaterbesuch oder eine Firmenveranstaltung in der Nibelungen-, Luther- und Domstadt mit der rheinhessischen Gastfreundschaft versprechen.“

Die nächsten Schritte

Nachdem der Gesellschafterausschuss der KVG Worms sowie nun auch der Wormser Stadtrat die Dachmarke und das zugehörige Logo verabschiedet haben, geht es für die zukünftige Betreibergesellschaft nun an die Feinabstimmungen des Erscheinungsbilds. Farben für die einzelnen Sparten müssen noch festgelegt, Schriftarten fixiert und das so genannte Corporate Design Manual – ein Handbuch, welches der Gestaltung von Broschüren, Geschäftspapieren und jeglichen Kommunikationsmitteln bestimmte Rahmen vorgibt - entwickelt werden.

Der Entwicklungsprozess

In einem mehrstufigen Auswahlverfahren, bei dem auch Wormser Agenturen beteiligt waren, wurde ein Name sowie ein verbindendes Logo für das Kultur- und Tagungszentrum Worms gesucht. Die Netzwerkagentur G710 / VerbAgentur aus Mannheim-Heidelberg konnte sich dabei als alleiniger Partner für die Namenssuche und gemeinsame Entwicklung eines Corporate Designs durchsetzen.

Der Arbeitstitel „Kultur- und Tagungszentrum“ wie die Abkürzung „KuTaZ“ wurden bereits in der ersten Runde des Auswahlverfahrens durch den Gesellschafterausschuss der KVG als zukünftiger Name abgelehnt. Ähnlich funktionale Namen wie „Congress Center“ oder „Culture and Convention Center“ waren auf Grund ihrer Beliebigkeit ebenfalls unerwünscht. Auch wurden Anglizismen prinzipiell abgelehnt. Beschlossen wurde, dass man weiterhin nach einer Dachmarke suchen solle, unter der sich die einzelnen Abteilungen Kulturzentrum, Theater, LincolnTheater und Tagungsbereich wiederfinden können.

Gewünscht wurde ein Name mit einem regionalen Bezug, möglicherweise auch zu den Kulturprofilen der Stadt. Des Weiteren sollte die gesamtstädtische Dachmarke „Worms“möglichst ersichtlich sein.

Für die Vermarktung war es wichtig, dass ein Name gefunden wird, der Homogenität kommuniziert und die Heterogenität erhält. Daher wurde mit „Das Wormser“ ein Name entwickelt, der genau dies schafft. Aus diesem Grund ist der Name nicht nur ein Name, sondern die neue Dachmarke. Diese Dachmarke eint das Gesamtangebot der einzelnen Bereiche, die im Rahmen des Dachmarkenkonzepts weiterhin eigenständig am Markt agieren.


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